Die schwierigen Schneeverhältnisse bedeuteten insbesondere für die Veranstalterinnen und Veranstalter von Langlauf-Events eine grosse Herausforderung. Betroffen waren etwa die Eventserien Dario Cologna Fun Parcours sowie der Swiss Loppet. Aufgrund der oftmals niedrigen Lagen, auf denen Langlauf-Projekte stattfinden, ist eine technische Beschneiung nicht immer möglich, wenn zu wenig Schnee auf der Loipe liegt. Da kaum Ausweichorte und damit Alternativen vorhanden sind, wenn unter 1000 Meter über Meer kein Schnee vorhanden ist, mussten einige Events daher komplett abgesagt werden.
Migros Ski Day
Innert sechs Stunden nach dem Anmeldestart am 18. Oktober 2023 waren die ersten Events des Migros Ski Day bereits ausverkauft. Dies zeigt eindrücklich, wie der Familienskitag in der breiten Bevölkerung geschätzt wird. Gesamthaft konnten in der Saison 2023/24 über 3000 Familien respektive 12'700 Personen, davon fast 7000 Kinder, bewegt werden; pro Event ergaben sich so durchschnittlich rund 250 Familien, die einen Tag auf der Piste zu einem unschlagbaren Preis genossen und das Migros Ski Day Plauschrennen absolvierten.
Von den 18 geplanten Events konnten 13 durchgeführt werden. Erstmals waren in diesem Winter auch Migros Ski Days in Elm und auf der Riederalp durchgeführt worden. Nach einem Jahr Pause war so das Oberwallis wieder im Eventkalender vertreten, während Elm kurzfristig zu seiner Premiere kam und kurzerhand für den eigentlich geplanten Glarner Stopp in Braunwald einsprang, wo eine Durchführung nicht möglich war.
Mit Special Olympics hat der Migros Ski Day schon seit einigen Jahren einen Partner an seiner Seite, der auch Personen mit einer geistigen Beeinträchtigung den Schneetag ermöglicht. Im vergangenen Winter kamen Partnerschaften mit PluSport und der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung hinzu, sodass auch Familien mit einem Mitglied mit Beeinträchtigung am Migros Ski Day teilnehmen konnten.
Als weitere Neuerung konnten alle Teilnehmenden zum halben Preis mit dem öffentlichen Verkehr zum Migros Ski Day anreisen. Dank der SBB RailAway AG und Snowstainability, dem Nachhaltigkeitsverein von Swiss-Ski und BKW, wurde Familien ein Rabatt von 50 Prozent auf die ÖV-Tickets zum Eventort und zurück nach Hause gewährt, womit die Familien ökologisch und ökonomisch zum Migros Ski Day reisen konnten.
Das grösste Kinder- und Jugendskirennen der Welt begeisterte in der laufenden Saison weiter sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene: Kinder und Jugendliche aus allen 26 Schweizer Kantonen waren am Grand Prix Migros am Start. Zudem waren Kinder aus 14 Ländern mit dabei. Die Rennzeiten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in diesem Jahr erstmals von lokalen Teams gemessen, wodurch die Zusammenarbeit mit der Kommission für Wettkampforganisation (KWO) intensiviert werden konnte. Ebenso erhielten alle Teilnehmenden auch in der abgelaufenen Saison ein persönliches Rennvideo, was zu einem besonders geschätzten Souvenir wurde.
Als Highlight ging auch im Winter 2023/24 das grosse Saisonfinale hervor, das Ende März 2024 in Hoch-Ybrig stattgefunden hat. 850 Teilnehmende hatten sich via Ausscheidungsrennen oder mit einer Wildcard dafür qualifiziert und machten das Finale, trotz teils starker Regenfälle, zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten. Für besondere Momente sorgte auch Lokalmatadorin Wendy Holdener, die gleich an zwei Tagen vor Ort war und die jungen Athletinnen und Athleten anfeuerte.
JUSKILA
Traditionellerweise vom 2. bis 8. Januar fand auch 2024 das JUSKILA, das Jugend-Skilager von Swiss-Ski, an der Lenk statt. Es war bereits die 81. Austragung des grössten J+S-Winterlagers. Wiederum wurden 600 glückliche Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren aus fast 800 Anmeldungen ausgelost, die gemeinsam eine Woche Schneesportunterricht und das pure Lagerleben geniessen durften. Davon waren 500 mit Ski und 100 Jugendliche mit dem Snowboard unterwegs, 25 Teilnehmende waren Auslandschweizer:innen, fünf Teilnehmende kamen dank PluSport in den Genuss des Lagers und weitere zwei waren, dank freundlicher Unterstützung der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, im Monobob unterwegs.
Neben der neuen Lagerleitung in Person von Lukas Fischer, Leiter Events Breitensport bei Swiss-Ski, gab es in der 81. Edition des JUSKILA auch sonst eine Neuerung: So wurden erstmals sowohl Einsteigergruppen formiert als auch eine Freestyle-Gruppe zusammengestellt, um die Teilnehmenden noch individueller fördern zu können. Dazu trug auch in diesem Jahr der Alternativsport-Tag bei, an dem auf die Langlaufski oder die Snowblades gewechselt wurde.
Trotz sehr wechselhaften Wetterbedingungen von Sonne und blauem Himmel bis hin zu extremem Regen, der gar einen Abbruch der Eröffnungsfeier zur Folge hatte, und Schneefall sowie dichtem Nebel war die Lagerwoche ein voller Erfolg: Es wurden wiederum Freundschaften geschlossen und starke Fortschritte auf den Ski und dem Snowboard erzielt. Highlights waren daneben etwa die Aargauer Rüeblitorte, die der Patronatskanton Aargau an der Eröffnungsfeier allen Teilnehmenden überreicht hatte, und der Überraschungsbesuch der einheimischen Weltcup-Athletin Joana Hählen, die im KUSPO Autogrammwünsche erfüllte. Ebenso konnten 80 glückliche Jugendliche das Weltcup-Village sowie die Sunrise Cupola in Adelboden besichtigen und am Fusse des Chuenisbärgli Weltcup-Luft schnuppern.
An 112 Tagen wurden im vergangenen Winter Kinder aus 45 verschiedenen Städten und Gemeinden unterrichtet, wobei ihr Ziel jeweils eines von 15 Skigebieten war, die die Sunrise Snow Days beherbergten. Erstmals wurden alle Teilnehmenden durch einen übergreifenden Partner ins Skigebiet gebracht: Der neue Co-Sponsor Twerenbold Reisen fuhr die Schulkinder und die Betreuungspersonen sicher zur Talstation. Main Partner Sunrise, Co-Sponsor Wander, verschiedene Partnerinnen und Partner sowie die lokalen Seilbahnen, Sportgeschäfte, Schneesportschulen und Bergrestaurants sorgten des Weiteren dafür, dass Kinder ohne grossen Aufwand der Lehrpersonen sowie auch ohne Erfahrung der Eltern auf den Ski oder dem Snowboard in den Genuss eines ganzheitlichen Schneesporttages kommen konnten. Aufgrund der äusseren Bedingungen war dies nicht immer möglich: Zwölf Tage konnten während der Saison wegen Schneemangels oder zu starken Windes nicht durchgeführt werden. Mit gleichwohl rund 8000 bewegten Kindern konnte das Niveau des Vorjahres gehalten werden.
BRACK.CH Snow Cup
Nachdem im vergangenen Winter die Pilotsaison des BRACK.CH Snow Cup stattgefunden hatte, wurde der neue Event in der Saison 2023/24 etabliert. Ein Parcours mit drei Grundelementen des alpinen Schneesports (Sprung, Slalom und Skating) stand in 17 Skigebieten zur Verfügung. Der Parcours konnte dabei jederzeit individuell mit Ski oder Snowboard befahren werden; aus den Teilzeiten der drei Disziplinen ergab sich ein Punktetotal, das pro Skigebiet zu einer Rangliste führte.
Gleich zu Beginn der Saison stand mit dem Kick-Off-Event auf der Moosalp ein erstes Highlight an. Weltcup-Athlet Ramon Zenhäusern war in seinem Heimskigebiet zu Gast und half den Kindern beim Absolvieren des Parcours. Im weiteren Verlauf des Winters wurden gesamthaft über 600 Messungen durchgeführt. Da es sich dabei um die eingetragenen Resultate handelt, kann von dieser Zahl nicht auf die Anzahl Kinder geschlossen werden, die den Parcours tatsächlich absolviert haben. Sicher zu den Teilnehmenden zählten derweil die Kinder aus fünf Schneesportlagern, die den Parcours geschlossen absolvierten.
Nach der ersten regulären Saison kann ein positives Fazit zum BRACK.CH Snow Cup gezogen werden. Es konnten viele wichtige Erkenntnisse für das noch junge Projekt für die kommende Saison gewonnen werden. Dabei erreichten das Projektteam zahlreiche positive Rückmeldungen; neben dem vielseitigen Format wurde der Parcours besonders hervorgehoben, der verschiedene Skills auf dem Schnee erfordert und fördert.
Simon Ammann Jump Parcours
Ähnlich hart traf der vielerorts fehlende Schnee den Simon Ammann Jump Parcours. Von den rund fünfeinhalb geplanten Event-Wochen an fünf verschiedenen Standorten konnten rund drei Wochen nicht stattfinden. Mit 446 Teilnehmenden wurden immerhin fast 200 Kinder mehr bewegt als im Vorjahr.
Umso erfreulicher waren die Durchführungen des Simon Ammann Jump Parcours etwa am Wintersportcamp sowie dem Wintersportfestival in Lenzerheide, womit noch einmal über 100 Personen in den Genuss des Parcours kamen. Zusätzlich ist der Anhänger des Simon Ammann Jump Parcours auch im Sommer unterwegs; damit wird noch einmal rund 500 Kindern Zugang zum Skispringen gewährt.
Shred Days
Rund 300 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre feilten in der Saison 2023/24 im Rahmen der Shred Days kostenlos an ihren Tricks im Park. Gesamthaft wurden 18 Shred Days in der ganzen Schweiz organisiert, an denen junge Freeskierinnen und Freeskier sowie Snowboarderinnen und Snowboarder mit erfahrenen Coaches vor Ort erste Erfahrungen im Park sammeln konnten. Die Shred Days bieten seit jeher einen einfachen Einstieg in den Freestyle-Sport – seit diesem Winter erstmals auch ausschliesslich für Mädchen. An vier Shred Days – Girls Only kamen Mädchen unter sich zu ersten Erfolgen im Park, begleitet von durchgängig weiblichen Coaches. Durch die Durchführung der vier spezifischen Girls-Only-Tage konnten im Rahmen der Shred Days 50 Prozent mehr Teilnehmerinnen als in den letzten Jahren mobilisiert werden.
Die Shred Days werden von Swiss-Ski in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Schneesportclubs organisiert. Bereits konnte ein Zuwachs in den Freestyle-Clubs aufgrund der Shred Days registriert werden, weshalb Swiss-Ski das Projekt für den FIS SnowKidz Award vorgeschlagen hat. Mit diesem werden Projekte vom Internationalen Ski- und Snowboardverband FIS ausgezeichnet, die Kinder auf den Schnee bringen.
Swiss-Ski Summer Challenge
2023 kehrte die Sommerserie von Swiss-Ski unter dem Namen Swiss-Ski Summer Challenge auf die Event-Agenda zurück. Verteilt in der ganzen Schweiz fanden sieben Qualifikations-Wettkämpfe in drei Schweizer Sprachregionen statt. An diesen konnten sich Kinder und Jugendliche (Jahrgänge 2008 bis 2016) in 4er-Teams in Geschicklichkeit und Ausdauer messen und sich von Swiss-Ski-Stars, die an den verschiedenen Events zu Besuch waren, Autogrammwünsche erfüllen lassen.
In drei Kategorien – Seniors, Juniors und Youngsters – qualifizierten sich jeweils die ersten drei Teams pro Event für das grosse Saisonfinale in Rotkreuz. Zusätzlich qualifizierte sich pro Event jeweils ein Wildcard-Gewinner-Team für den Abschluss der Saison.
Während der Saison konnten 266 formierte Teams an den Qualifikationswettkämpfen willkommen geheissen werden, hinzu kamen sieben Einzelanmeldungen. Am Finale in Rotkreuz, das Mitte September bei hochsommerlichen Temperaturen stattfand, waren 76 Teams und damit 304 Kinder mit dabei, die unter sich den Sieg in ihrer jeweiligen Kategorie ausmachten.
Swiss Freeski Tour
An der Swiss Freeski Tour konnten in der Saison 2023/24 987 Athletinnen und Athleten am Start der 17 Contests begrüsst werden. Aufgrund der Absage des Events in Leysin wurden damit knapp 50 Starts weniger verzeichnet als im Vorjahr. Mit Athletinnen und Athleten aus gesamthaft 31 Nationen hat sich die Swiss Freeski Tour jedoch nicht nur bei Schweizer Freestyle-Talenten als fixer Bestandteil im Event-Kalender etabliert. Erfreulicherweise konnte auch der Frauenanteil erhöht werden; er betrug 17 Prozent.
Besonders erfolgreich verlief die Freeski-Saison für das Schweizer Europacup-Team, das im Winter 2023/24 dominant auftrat und sich letztlich sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Plätze 1 bis 3 in der Gesamtwertung sichern konnte. Die Fans konnten die Wettkämpfe in Laax und Silvaplana live per Stream mitverfolgen.
Swiss Skicross Tour
Die Swiss Skicross Tour lockte in der Saison 2023/24 durchschnittlich 57 Athletinnen und Athleten pro Contest an die 15 Wettkämpfe an sieben Orten. Den höchsten Anteil Teilnehmende verzeichnete der Stopp in Hoch-Ybrig mit über 100 Starterinnen und Starter. Erfreulicherweise konnte nicht nur der Anteil Frauen weiter erhöht werden, sondern auch derjenige an Kindern; Kids-Events in den Alterskategorien U12 bis U16 erfreuten sich in der abgelaufenen Saison steigender Beliebtheit.
Als nationales Highlight gingen die Schweizer Masters-Meisterschaften hervor, die auf der Ebenalp durchgeführt wurden. Heuer wurden die Medaillen erstmals in neuem Format, nämlich anlässlich eines separaten Events, vergeben. Entsprechend hoch war der Aufwand, doch lohnte er sich: 44 Teilnehmende massen sich in zwei Riesenslalom-Läufen und einem Slalom-Durchgang miteinander.
Mitte Februar reiste eine 33-köpfige Schweizer Delegation an den Masters World Cup Cross-Country nach Vuokatti. Das siebentägige Langlauf-Ereignis lockte knapp 600 Teilnehmende aus 27 Nationen nach Finnland, wobei die Schweiz die drittgrösste Delegation stellte. Schaustätte waren die anspruchsvollen Loipen in Vuokatti, die es in den verschiedenen Wettkämpfen sowohl im Klassisch- als auch im Skating-Stil zu absolvieren galt. Letztlich konnten die Mitteldistanz-Rennen aufgrund von Temperaturen von bis zu -32 °C nicht durchgeführt werden. Bei den restlichen Entscheidungen erkämpfte sich das Schweizer Team zwölf Medaillen. Damit erreichte es hinter dem dominanten Gastgeberland den hervorragenden 2. Platz im Medaillenspiegel.
Der Fokus der Masters-Athletinnen und -Athleten ist nach Abschluss der erfolgreichen Saison bereits auf nächstes Jahr gerichtet: Der Masters World Cup findet im kommenden Jahr nach 2017 erneut in Klosters statt. Das Langlauf-Ereignis wird vom 8. bis 16. März 2025 über die Bühne gehen, wozu rund 1000 Athletinnen und Athleten aus 25 Nationen erwartet werden.